Das Lotta-Leben: Wenn der Onkel Dir ein Schlaflied schreibt

Bist Du zufällig auch gerade in dem Alter, in dem alle Menschen um Dich herum heiraten und Kinder kriegen? Wenn nicht bist Du wahrscheinlich entweder schon raus oder das kommt ganz sicher noch auf Dich zu.

Bei mir war es letztes Jahr sogar in meinem engsten Umfeld soweit – meine beiden Brüder haben geheiratet und das erste Baby kam auch gleich mit. Und mittlerweile sind schon die nächsten Kinder unterwegs (kein Druck, kein Druck, kein Druck, kein … :D)

Vorher hatte ich relativ wenig Berührungspunkte mit so kleinen Kinder. Und wenn es mal dazu kam, hab ich mich immer gefreut, wenn mir jemand ein Baby mal “zum Halten” gegeben hat. Aber irgendwie war da auch immer diese Angst, was kaputt (oder einfach nur falsch) zu machen. Und wenn man dann noch alle Blicke auf sich spürt, die (vermeintlich) beurteilen wie man das Kind beschäftigt habe ich mich dann meistens doch etwas unwohl gefühlt und war ganz froh es wieder zurückgeben zu können.

 

Und dann kam Lotta. Ich hatte mir schon lange vor der Geburt vorgenommen, ein Stück für sie zu schreiben. Aber auf der Suche nach Ideen in den Wochen davor kam leider nichts so richtig rum, was mich überzeugt hätte. Vielleicht wollte ich einfach auch erstmal die Geburt abwarten. Als sie dann Ende April auf die Welt kam wurden der neugierigen Familie natürlich auch gleich die ersten Bilder geschickt. (Darüber hab ich mich sehr gefreut, aber immer wieder hab ich das Gefühl, dass von vielen Babys heute in einer Woche mehr Fotos gemacht werden als es von meiner schwarz-weißen Rest-DDR-Babyzeit insgesamt gibt)

Ich war unglaublich berührt von diesem kleinen Wesen, dass da zu sehen war und mit dem ich auch noch verwandt bin. Am Tag drauf hab ich mich nochmal ans Klavier gesetzt und in einem Ritt ihr Lied geschrieben. Und als mir mein Bruder dann schrieb, dass sie sich beim Hören gleich beruhigt hat und eingeschlafen ist war der Tag dann perfekt. Das größte Kompliment, das mir mein Bruder und seine Frau machen konnten ist, dass ihr Lied seitdem ein fester Teil ihres Ins-Bett-Geh-Rituals geworden ist.

Schon bald kam die Idee auf, das Lied auf eine Spieluhr zu bringen, die sie selbst aufziehen und abspielen könnte. Leider haben wir bis jetzt noch keine realistische Möglichkeit gefunden, wie man das bewerkstelligen könnte. Wenn Du eine Idee hast würde ich mich riesig über einen Tipp freuen!

Zwei Monate später durften Mareike und ich Lotta dann auch persönlich kennen lernen. Und es war einfach nur schön, ganz ohne Angst und Hemmungen!

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